Afrika

Hauptanbaugebiet Kenia. Kräftig-herber, sehr aromatischer Tee. Weitere Anbaugebiete wie z.B. Uganda, Tansania, Mozambique, Südafrika, Zimbabwe erzeugen nur CTC-Tees, die in erster Linie für Aufgußbeutel verwendet werden.

Kenia

Süd-Afrika

Nigeria+Kamerun

Als Teeproduzent ist dieser Kontinent nur wenig bekannt beim Verbraucher. Grund dürfte hierfür sein, dass
1. erst seit wenigen Jahrzehnten Tee in größerem Umfang angebaut wird , und dass
2. hier keine herausragenden, sondern hauptsächlich Konsumtees gepflückt werden.
Die Plantagen wurden mit britischem Kapital angelegt, das Indonesien, Indien und Sri Lanka freigeworden war. Ebenso half auch das Know-How der zugewanderten englischen Fachleute. Das ist der Grund warum man heute vor allem in Kenia sehr ertragreiche Teeanbauflächen findet. Die modernen, großen Fabriken arbeiten fast ausschließlich nach mit dem effektiven CTC-Verfahren und versorgen im wesentlichen die englischen Großhändler mit gleichmäßigen, schnell und kräftig abgießenden Kurzblattees.
Eigene Entwicklungsprogramme der afrikanischen Länder und Welthilfsorganisationen fördern und unterstützen den Anbau auf kleinbäuerlichen Plantagen aus beschäftigungspolitischen Gründen. Die Hälfte der Gesamternte stammt heute von diesen Anbauflächen. Die afrikanischen Länder verbrauchen nur sehr wenig ihrer Teeproduktion, daher haben sie ein interessanten Verhältniss von Weltteeprodution und Export: Sie stellen zwar nur ca. 11,6% der jährlichen Teeproduktion her, ihr Anteil am Weltexport liegt aber bei ca. 21,6%.

Kenia

Kenia

Kenia (Ernte ca. 140 000t)
Tee wird im Hochland westlich des Victoria-Sees angebaut. Das Land ist dort relativ flach, die Erde ist ein fruchtbarer Lateritboden und das Klima aufgrund des Regens, der sich gleichmäßig aufs Jahr verteilt, gut. Die Tees sind von mittlerer Qualität, sehr frisch und kräftig in der Tasse. Hauptkäufer sind: England, Irland, USA, die Niederlande. Wegen seines Gerbstoffreichtums eignet der Tee sich gut für Aufgußbeutel.
Malawi (Ernte ca. 39 000t)
Das frühere britische Nyassaland hat eine lange Teetradition. Bereits 1878 wurde Tee auf einer Missionsstation im Mulanje-Distrikt an der Grenze zu Mocambique angepflanzt. Die Plantagen sind in britischem Besitz, der Tee hat den entsprechenden Charakter.
Tansania (Ernte ca. 16 000t)
Vor 80 Jahren begannen deutsche Pflanzer in der ehemaligen deutschen Kolonie mit Teepflanzungen in den Usambarabergen. Der Tee wächst hier bis in einer Höhe von 2000m, aberdie Qualität ist höchstens mittelmäßig.
Zimbabwe (Ernte ca. 15 000t)
In dem früher britischen Rhodesien begann man um 1935 mit den ersten Anbauversuchen auf einer Plantage, die ständig künstlich bewässert werden mußte. Nach der Suoveränität des Landes blieben die Plantagen erhalten, die englischen Manager blieben.

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Süd-Afrika

Süd-Afika

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Nigeria, Kamerun

Nigeria, Kamerun

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