Türkei, Georgien, Iran

Türkei, Grusinien, Iran

Eine besondere Stellung bei den Teeproduzenten und -konsumenten nehmen die Staaten der ehemaligen Sowjetunion ein. Auf der einen Seite ist Georgien (Synonym: Grusinien) ein bedeutender Produzent von Konsumtees, von den etwa 20% (die Fannings- und Dust-Grade) exportiert werden. Auf der anderen Seite sind diese Länder bedeutende Importeure, vor allem von Qualitätstees.
Der Tee wächst in Georgien zwischen Schwarzem und Kaspischen Meer. Seit den ersten Versuchspflanzungen 1847 werden Chinasträucher angebaut, daher ist der Tee gerbstoffarm.

In der Türkei wird Tee in nennenswertem Umfang am Schwarzen Meer angebaut, wo vor allem Kleinbauern Tee anbauen und das Pflückgut an Fabriken weiterverkaufen. Weder von der Lage, noch von der Sorgfalt beim Pflücken ist eine besondere Qualität zu erwarten. Der Tee hat eine leichte Tasse und wenig Charakter.

Im Iran (Persien) wird Tee in Gilan am Kaspischen Meer für den Eigenbedarf angebaut. Die ersten Gärten wurden zwar bereits 1898 angelegt, es entwickelte sich aber eine Teeindustrie mit größerem Ausmaß erst gegen 1930. Die Samen der Büsche stammen aus dem indischen Punjap. Der Tee ist mild und selten von mittlerer Qualität.


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