Allgemeines zur Herstellung

1. Das Pflücken
Gepflückt werden nur two leaves and a bud, also: die Blattspitze und die beiden jüngsten Blätter eines frischen Triebes. Die Größe des "two leaves and a bud" variiert: etwa 30 mm in der ersten Plückwoche in Darjeeling bis zu 180mm während des Monsum in Assam. Das Blattgewicht steigt an, und die zu plückenden Blattspitzen pro Kilo sinken von ca. 10 000 auf 800.
Besonderheiten:
  • In China werden Grüntee-Spezialitäten hergestellt, für die nur die Blattspitzen gepflückt werden.
  • Konsumtees aus Asien, Afrika und Amerika werden gröber geerntet.
  • In den Anbaugebieten am Schwarzen Meer werden Pflückmaschinen eingesetzt.
Das richtige Pflücken ist die Vorraussetzung für einen Qualitätstee.
Eine Pflückerin erntet am Tag bis zu 50 kg frische Blätter, die 10-12 kg schwarzen Rohtee ergeben.

2. Nach dem Pflücken
Das frischgepflückte Blatt ist geruchlos und sehr empfindlich, daher muss es schnell weiterverarbeitet werden. Durch Druck oder Wärme würde die Qualität und das Aroma des Tees leiden.
Das Problem eines zu langen Transportweges wurde in manchen Plantagen auf folgende Art gelöst: die Fabriken wurden direkt auf der Plantage gebaut um die Transportwege möglichst kurz zu halten. Oftmals sind ganze Familien auf den Plantagen beschäftigt: während die Frauen als Pflückerinnen arbeiten, sind die Männer als Arbeiter in der Fabrik beschäftigt.
Vor dem Wiegen der Blätter überprüft der Sidar die Sorgfalt der Pflückung.
Nach dem Transport in die Fabrik wird das Blattgut erneut gewogen und stichprobenartig kontrolliert. Auf größeren Plantagen wird zusätzlich noch der Feuchtigkeitsgehalt festgestellt, der wichtig ist zur Steuerung der Fabrikation.



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