Oolong

Der Name Oolong stammt vom chinesischen „Oulong" und bedeutet „schwarzer Drache". Durch seine spezielle Herstellung liegt dieser Tee geschmacklich zwischen dem schwarzen und dem grünen Tee. Oolong wird nur in China und Taiwan produziert, wobei man als Faustregel sagen kann: der chinesische Oolong liegt geschmacklich näher am Grüntee, der taiwanesische näher am Schwarztee.

Oolong wird heute noch nach den festgelegten Daten des alten chinesischen Landwirtschaftskalenders geerntet: Die erste Pflückung beginnt am 20. April und erreicht ihren Höhepunkt am 6. Mai. Der neue Trieb muß eine bestimmte Größe haben und darf keinesfalls zu früh geerntet werden, da erst in einem bestimmten Stadium der gewünschte Geschmack und das Aroma, das den Oolong auszeichnet, erreicht wird. Die Blätter werden sofort weiterverarbeitet, das Welken erfolgt, im Gegensatz zu anderen Teearten, in der Sonne.
Da beim Welken dem Teeblatt Feuchtigkeit entzogen wird, wird es weich und geschmeidig.
Durch das kräftige Schütteln der halbwelken Blätter in Bambuskörben nehmen die Blattkanten eine rötliche Farbe an, die Blattmitte bleibt grün. Dann wird der Tee an einem luftigen, aber schattigen, Platz getrocknet.
Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt, bis die Blattadern durchsichtig sind. Beginnt der Duft der Blätter an Orchideen zu erinnern, wird die beginnende Fermentation gestoppt. Hierzu werden die Teeblätter in einer Eisenpfanne, unter dauerndem Wenden geröstet. Da dieser Vorgang bei einer sehr hohen Temperatur vorgenommen wird, ist der Oolong die haltbarste Teeart.



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